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Interview mit dem Hotelmanager Franjo Roso

Lernen Sie Herrn Roso im folgenden Interview näher kennen und erfahren Sie mehr über seine Tätigkeit, seine Erwartung an einen guten Gastgeber sowie exklusive Insidertipps rund um den Hochschwarzwald.



  • Herr Roso, bitte stellen Sie sich kurz vor.

Ich wurde 1985 im ehemaligen Jugoslawien geboren. Als ich 5 Jahre alt war, sind wir zu meinem Vater nach Deutschland gezogen. Mittlerweile bin ich sesshaft in Titisee, verheiratet und habe 2 Söhne im Alter von 4 und 1.

  • Wie sind Sie zu Ihrem Beruf und zur Firma Drubba gekommen?

Ursprünglich war es mein Wunsch, in einer Bank zu arbeiten.
Durch verschiedene Ferienjobs als Eisverkäufer, Bootsjunge und Parkplatzwächter bei der Firma Drubba bin ich dann auf die Tourismusbranche aufmerksam geworden. Hier habe ich gemerkt, dass ich darin aufgehe, der Gastgeber zu sein und täglich mit neuen Menschen zu tun zu haben. Letztendlich habe ich mich für das entschieden, worin ich mich am wohlsten fühle.

Mit der Firma Drubba bin ich tief verwurzelt, meine Familie arbeitet hier schon seit drei Generationen. Sowohl meine Großeltern als auch mein Vater, mein Bruder und meine Frau waren hier beschäftigt, meine Mutter arbeitet noch immer hier.

  • Wie war Ihr beruflicher Werdegang?

Zunächst absolvierte ich bei der Firma Drubba im Hofgut Sternen eine Ausbildung zum Hotelfachmann. Anschließend arbeitete ich sieben Jahre lang als Rezeptionsleiter im Alemannenhof, parallel dazu habe ich mich zum Revenue Manager weitergebildet.

Seit dem 1. November 2016 übernehme ich nun als Hotelmanager die operative Leitung des Alemannenhofs.

  • Was bedeutet es für Sie, ein guter Gastgeber zu sein?

Ein guter Gastgeber zu sein bedeutet für mich, jedem Gast individuell zu begegnen und die Wünsche der Gäste herauszufinden und zu erfüllen. Nicht jeder Gast erzählt sofort, was er gerne möchte.
Als guter Gastgeber ist es wichtig, auf den Gast zuzugehen, ganz genau zuzuhören und seine Wünsche zu sehen und zu spüren. Im Alemannenhof finden wir so sein persönliches Wohlfühlrezept heraus.
Es macht immer wieder Spaß zu sehen, wenn ein Gast zum Beispiel beim ersten Aufenthalt ein kleines Kissen wünscht und er sich darüber freut, dass es bei seiner nächsten Anreise schon im Zimmer liegt, oder wenn wir den Namen seines Hundes kennen.
Bei uns ist einfach nicht jeder Gast der gleiche, nicht wie in einer Kettenhotellerie. In der Rolle als Gastgeber gehe ich auf und es macht mir immer wieder große Freude zu sehen, dass sich der Gast hier wohlfühlt.

  • Worauf legen Sie besonderen Wert im Umgang mit den Gästen?

Großen Wert lege ich darauf, immer offen und ehrlich mit den Gästen umzugehen. Ich begegne ihnen auf Augenhöhe. Dies sorgt in meinen Augen für einen ganz besonderen Wohlfühlcharakter und macht den Alemannenhof so authentisch.

Wichtig für mich ist auch, den Gast für das zu begeistern, was er hier findet und ihm für eine gewisse Zeit ein Stück Heimat anbieten zu dürfen. Der Heimatbegriff ist für mich persönlich tief mit dem Schwarzwald verwurzelt. Auch ich habe hier meine Heimat gefunden und dieses Gefühl gebe ich sehr gerne weiter.

  • Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Meist beginne ich meinen Tag mit einem Rundgang durch das Hotel und durch die Hotel-Appartements und schaue mir die Arbeiten aller Abteilungen an. Hier ist es meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass alles, ob personell oder organisatorisch, reibungslos abläuft. Danach bin ich als Gastgeber präsent, ich empfange Gäste an der Rezeption und im Restaurant, berate sie und baue Kontakt zu ihnen auf. 

  • Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrer Arbeit?

Besonders viel Spaß macht mir das Revenue-Management. Ich mag es, Analysen zu erstellen, die Ergebnisse zu bewerten und Rückschlüsse daraus zu ziehen. Es macht mir Spaß, auf den Gast zuzugehen, Gespräche zu halten und unterschiedliche Menschen kennenzulernen. Eine große Freude macht mir auch die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen, da hier großen Wert auf Kollegialität, Offenheit, Respekt und Hilfsbereitschaft gelegt wird. Das Besondere an der Firma Drubba ist auch die Vielseitigkeit, ich schaue mir sehr gerne die unterschiedlichen Geschäftsbereiche an und lerne dort neue Sachen kennen.

  • Wie würden Sie Ihre Tätigkeit in 3 Adjektiven beschreiben?
1. Spannend - ich erlebe jeden Tag etwas Neues.
2. Fröhlich
3. Entspannt - wenn ich hier am Titisee bin, ist es für mich wie Entspannung. Wenn ich über eine wichtige Entscheidung grüble, dann schaue ich aus dem Fenster oder mache einen kurzen Spaziergang zum See. Mein Kopf entspannt dabei sofort. Es ist einfach anders als in einem gewöhnlichen Bürogebäude, das macht den Flair hier aus.

  • Welche Aktivität im Hochschwarzwald empfehlen Sie den Gästen besonders gern?

Meistens empfehle ich Aktivitäten, die bei mir persönlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben:

- Besonders spannend finde ich die Ravennaschlucht, bei der Wanderung erhält man nochmal einen ganz anderen, mystischen Blick vom Schwarzwald.

- Eine Bootsrundfahrt ist ein Muss, weil es sehr entspannt und man einen anderen Blickwinkel bekommt. Auch der See im hinteren Bereich bei der Insel, die man nur bei Niedrigstand sieht, bietet eine einzigartige Ruheoase.

- Natürlich ist ein Highlight auch der Feldberg, im Winter zum Skifahren und im Sommer zum Wandern – nach ein paar Kilometern kommt man immer in eine andere Region.

- Als Insidertipp lege ich den Gästen immer wieder den Piketfelsen ans Herz, dieser bietet den wohl schönsten Ausblick auf das gesamte Höllental.

- Mit der Hochschwarzwald Card lohnt sich meiner Meinung nach am meisten der Hasenhorn Coaster und das Badeparadies mit den Rutschen, ich liebe Aktivitäten mit Adrenalin.

  • Was war Ihre bisher lustigste Situation mit einem Gast?

Sehr lustig war es, als ein Gast auf der Suche nach dem Schloss Neuschwanstein im Alemannenhof gelandet ist und sich an der Rezeption nach dem Weg erkundigte. Er war wohl schon seit 3 Stunden vergebens auf der Suche und konnte das Schloss nirgends finden.

  • Verraten Sie uns zum Schluss noch Ihr Lieblingszimmer?

Das ist ganz klar die Nummer 22 im Haupthaus, weil man da einfach den allerschönsten Blick auf den Titisee hat. In den Hotel-Appartements ist es die 405, da fühle ich mich sehr wohl, wenn ich dort bin.