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Interview mit Matthias Hering

K├╝chenchef im Alemannenhof \ geboren 1977 in Finsterwalde \ verheiratet \ 2 Kinder


Mit 6 Jahren startete er aktiv im Schwimmsport und hat bis 22 Jahren Meisterschaften gewonnen und mehrmals im Finale der deutschen Meisterschaft gestanden.  Mit 25 Jahren wurde er Küchenchef im Alemannenhof.


Herr, Hering, Sie waren sportlich aktiv und erfolgreich, warum sind Sie dann Koch geworden?

Als ich 10 Jahre alt war, legte ich ein Rezeptheft an, das ich ├╝brigens heute noch besitze. Ich war aber nie der Typ, der meiner Mutter in der K├╝che geholfen hat. Ich habe damals einfach beschlossen, dass ich Koch werde und dabei blieb es dann.

Nach der┬á Ausbildung in einem gut b├╝rgerlichen Restaurant bei Berlin ging ich als Smut zur Marine gegangen. Ein besonderes Erlebnis war, als wir f├╝r den Bostoner B├╝rgermeister oder f├╝r verschiedene Personen der NATO gekocht haben. Anschlie├čend lernte ich die gehobene und feine K├╝che in einem Sternehaus in Baiersbronn kennen. Hier liegt der Grundstein f├╝r meinen weiteren Berufsweg. Ich habe dann in verschiedenen Sternek├╝chen auf unterschiedlichen Stationen gekocht und mich immer weitergebildet.


Wie beschreiben Sie die Alemannenhof-K├╝che?

Der Alemannenhof hatte schon immer eine gehobene K├╝che, aber nat├╝rlich bringt man den eigenen Stil ein. Wir verwenden seit jeher immer nur die besten Produkte - vorzugsweise aus der Region - aber wenn es dar├╝ber hinaus etwas Besseres gibt, dann nehmen wir das Bessere und arbeiten somit immer mit der besten Qualit├Ąt. Die Region ist auch kulinarisch gesehen ideal, wir haben den Kaiserstuhl direkt vor der Haust├╝r mit seinem hervorragenden Klima, welches uns tolles Obst und eine hochwertiges Gem├╝se beschert, nat├╝rlich auch tollen Wein. Dann die Forellen und S├╝├čwasserfische und das Naturparkrind, um nur einige Produkte zu nennen.


Worauf achten Sie besonders bei Ihren Lieferanten?

Wie gesagt, wir achten auf Qualit├Ąt und Regionalit├Ąt. Dabei ist mir besonders wichtig, dass wir gute Lieferanten haben, die uns und unseren Anspruch verstehen. Auch, dass es ein paar experimentierfreudige Leute sind, die Vorreiter und auch ein wenig Spinner sind. Wie wir! (lacht)


Was ist Ihr pers├Ânliches Erfolgsrezept?

Mein Geschmack, auf den ich mich immer verlassen kann. Nat├╝rlich auch, dass ich ein Talent f├╝r das Kochen habe. Ansonsten ist es jahrelanges Training, immer wieder ausprobieren, schmecken, testen. Man darf keine Angst haben. Und, dass wir in vielen Dingen Vorreiter sind. Wir waren die ersten hier in der Region, die das Kobe-Steak auf die Karte genommen haben.


Worauf sind Sie besonders stolz?

Auf meine Jungs, ganz klar. Die sind inzwischen alle zwischen vier und zehn Jahren bei mir und wie wir zusammen funktionieren ist einfach toll. Es macht Spa├č, mit ihnen zu arbeiten Ich bin stolz auf unsere K├╝che und welches Niveau wir erreicht haben.


Diese Frage darf nat├╝rlich nicht fehlen ÔÇô was ist Ihr Lieblingsessen?

Nat├╝rlich bin ich neugierig und teste gerne alles Neue aus der Kreativk├╝che. Aber privat mag ichs dann gerne auch mal bodenst├Ąndig, zum Beispiel Krautrouladen oder einfach nur Pellkartoffeln mit Quark und Lein├Âl, weil man gerade bei der einfachen und ehrlichen K├╝che qualitativ hochwertige Produkte braucht, wenn es schmecken soll.┬á


Haben Sie einen Lieblingsort im Schwarzwald?

Am liebsten gehe ich mit meiner Familie in den Tier-Natur-Erlebnispark Mundenhof. In den weitl├Ąufigen Gehege k├Ânnen meine Kinder die Tiere in einem m├Âglichst nat├╝rlichen Lebensraum beobachten, auch wird hier die N├Ąhe von Mensch zu Tier gef├Ârdert.