Angebot des Monats

Interview mit der Reservierungsleitung Sarah Hermann

Sarah Hermann ist seit Ende November 2016 als Reservierungsleitung die erste Anlaufstelle für den Gast.

Lernen Sie Frau Hermann im folgenden Interview besser kennen und erfahren Sie, warum sie sich für die Hotelbranche entschieden hat, worauf sie im Umgang mit den Gästen achtet und welches ihr Lieblingsarrangement ist.
Außerdem verrät sie ihren Geheimtipp für einen tollen Urlaubstag am Titisee.




  • Frau Hermann, bitte stellen Sie sich kurz vor.

Mein Name ist Sarah Hermann, ich bin 24 Jahre alt, wohne schon immer in Titisee-Neustadt und arbeite seit 2013 im Alemannenhof.

  • Wie war Ihr beruflicher Werdegang, wie sind Sie zu Ihrem Beruf und zum Alemannenhof gekommen?

Schon in der Realschule habe ich im Rahmen eines Projektes zur Berufsorientierung ein Auge auf die Gastronomie geworfen. Nach dem Abschluss habe ich Abitur gemacht und währenddessen im Service eines kleinen Restaurants gearbeitet.

Nach dem Abitur hatte ich mehr Lust auf eine Ausbildung als auf ein Studium und so hab ich mich auf einen Ausbildungsplatz als Hotelfachfrau beworben, weil es mir einfach schon immer Spaß gemacht hat. Beim Vorstellungsgespräch im Alemannenhof wurde mir ans Herz gelegt, doch eine Ausbildung zur Hotelkauffrau zu machen. Ich muss sagen, dass dies ein sehr guter Rat war, denn das ist wirklich der perfekte Beruf für mich.

Für den Alemannenhof habe ich mich letztendlich entschieden, weil mir diese tolle Möglichkeit geboten wurde, aber auch wegen der gesamten Struktur und der Struktur der Firma Drubba, der schönen Umgebung und wegen des tollen Teams. Also habe ich im September 2013 meine Ausbildung begonnen und im Februar 2016 abgeschlossen. Danach war ich als Rezeptionsmitarbeiterin angestellt.

Im November 2016 habe ich durch einen internen Führungswechsel die wirklich einmalige Chance bekommen, den Posten als Reservierungsleitung zu übernehmen. Diese Chance habe ich gerne genutzt.

  • Warum haben Sie sich speziell dafür entschieden, in der Hotelbranche zu arbeiten? Was macht für Sie der Beruf in der Hotelbranche aus?

Es war eigentlich eine Entscheidung aus dem Bauch heraus. Es hat mir immer schon Freude gemacht, mit Menschen zu arbeiten. Ich habe durch die Arbeit an der Rezeption gemerkt, dass die Kombination aus Bürojob und dem direkten Gastkontakt für mich die perfekte Abwechslung und den perfekten Alltag bringt. Es bereitet mir unheimlich viel Freude, unsere Gäste hier willkommen zu heißen und hier zu arbeiten.

Ganz besonders an diesem Beruf ist, jeden Tag zur Arbeit zu kommen und nicht zu wissen, was passiert. Jeder Tag hat eine Überraschung gut, es ist immer wieder schön, jeden Tag etwas Neues zu erleben. Und es ist auch das Urlaubsgefühl: Urlaub ist für uns alle doch die schönste Zeit des Jahres und wir haben das hier ein Stückchen jeden Tag.

  • Worin liegen Ihre Aufgabengebiete als Reservierungsleitung? Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Meine Grundaufgabe ist ganz klar die Reservierung. Ich nehme Anfragen per Mail und per Telefon an und ich berate die potentiellen Gäste. Ich gebe Reservierungen und Angebote in unsere Hotelsoftware ein, prüfe dort die Verfügbarkeiten und hab auch immer ein bisschen den Blick auf die Zahlen, sodass ich weiß, wo es noch freie Zimmer gibt. Ich arbeite mit Reiseveranstaltern zusammen, mache Verträge mit ihnen und pflege unsere Auftritte in den Online-Portalen. Es sind also sehr viele computertechnische Dinge, mit denen ich mich befasse. Außerdem arbeite ich im Rezeptionsbereich mit, ich mache Check-In, Check-Out, ich gebe Wander- und Ausflugstipps und ich bin an der Rezeption die zentrale Anlaufstelle für alle Anliegen. 
 

  • Wie würden Sie Ihre Tätigkeit in 3 Adjektiven beschreiben?

Ich würde meine Tätigkeit als lehrreich, kurzweilig und vielfältig beschreiben.

  • Lehrreich ist die Tätigkeit für mich, weil man hier viel fürs Leben lernt und man sich selber sehr weiterentwickelt. Man muss in der Hotellerie manchmal Dinge tun, vor denen man sich vielleicht früher gefürchtet hätte. Dadurch wird man selbstständiger und "macht einfach mal". Man muss manchmal ins kalte Wasser springen und das hilft einem jungen Menschen sehr viel weiter.
  • Kurzweilig, weil ich selten auf die Uhr schaue und denke, „oh Gott, noch so lange“. Ich denke eher „oh nein, schon wieder so spät“. Der Tag geht so schnell rum, es passiert jeden Tag so viel und man kommt abends nach Hause und ist einfach nur froh, dass man keinen langweiligen Job hat (lacht).
  • Vielfältig ist denke ich selbsterklärend. Wir haben so viele Gäste und Mitarbeiter, die so unterschiedlich sind, die aus verschiedenen Bereichen und Ländern kommen. Wir haben so viele verschiedene Arbeiten, ich mache nie das gleiche wie am Tag zuvor und daher ist es sehr abwechslungsreich.

 

  • Welche persönlichen Eigenschaften halten Sie für diesen Beruf für besonders wichtig?

Sehr wichtig finde ich auf jeden Fall, dass man eine schnelle Auffassungsgabe hat, dass man sich schnell anpassen kann und sich gut in die neue Situation einfindet. Jeder Tag ist anders, da muss man sich sofort anpassen können. Teamfähigkeit ist wichtig und man sollte Spaß und Freude an den neuen Technologien haben. Die Hotellerie ist eine sehr wandelnde Branche, daher sollte man flexibel und auch multitaskingfähig sein. Außerdem ist die Eigenschaft, immer alles im Blick zu haben, auf jeden Fall ein großer Vorteil.

  • Was ist das tolle an Ihrem Job? Was macht Ihnen am meisten Spaß an Ihrer Arbeit?

Das Beste an dem Job ist auf jeden Fall unser tolles Team. Wir sind ein junges Team und ich freue mich jeden Tag, mit ihnen zusammen zu arbeiten und zu sehen, wie wir wachsen, besser werden und uns weiterentwickeln. Auch toll finde ich die Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung, die uns von der Firma Drubba geboten werden. Ich finde die Schritte toll, die wir gehen und auch, dass wir manchmal mutige Schritte gehen. Es macht einfach Spaß, ein Teil davon zu sein.

  • Was genau macht das Team im Alemannenhof aus?

Es sind vor allem die abteilungsübergreifenden Einsätze, die hier eine große Rolle spielen. Wir haben viele Azubis, die regelmäßig die Abteilungen wechseln. Es heißt also nicht „meine Abteilung, deine Abteilung“, sondern wir sind eine große Abteilung. Ich helfe auch abends mal im Service aus und dadurch bekommt man überall einen Einblick und weiß genau, was den anderen beschäftigt, wie sich der andere beschäftigt, wie man Fehler vermeiden kann und wie man gemeinsam ein tolles Konzept aufbauen kann.

  • Was bedeutet es für Sie, ein guter Gastgeber zu sein und worauf legen Sie besonderen Wert im Umgang mit den Gästen vor Ort?

Ein guter Gastgeber sollte versuchen, dem Gast jeden Wunsch zu erfüllen, auch wenn dieser nicht unbedingt ausgesprochen wird. Er sollte die Gäste direkt anschauen und sehen, ob sie noch etwas brauchen oder er noch etwas Gutes für sie tun kann. Mir ist vor allem wichtig, immer ehrlich dabei zu sein. Man darf nichts versprechen was man nicht halten kann. Auch wir sind nicht unfehlbar, manche Dinge können wir einfach nicht ermöglichen und dann muss man das auch sagen.

Unser Ziel ist, dass jeder Gast hier mit dem „Alemannenhof-Gefühl“ herausgeht, glücklich ist, einen schönen Aufenthalt hatte und auf jeden Fall wiederkommen will. Es ist auch wichtig, gerade beim Check-Out, aber auch schon während des Aufenthalts, immer nachzufragen. Nur durch das Feedback unserer Gäste können wir uns weiterentwickeln und für jeden Gast den perfekten Aufenthalt ermöglichen.

  • Auf was achten Sie besonders bei Gastgesprächen am Telefon? Worin liegt der Unterschied im Umgang zu Gästen, die vor Ort sind?

Am Telefon ist es manchmal gar nicht so einfach, direkt rauszuhören, was der Gast will. Das Problem ist, dass man ihn nicht sieht und man keinen Augenkontakt hat. Manchmal ist es auch die Sprachbarriere, die zum Problem wird. Das kann zum Beispiel bei Schweizern passieren - ich als Schwarzwälderin hab da zwar viele Begriffe schon einmal gehört, da sie unserem Dialekt ähneln, aber alle Fachwörter verstehe ich auch nicht. Wenn die Gäste hier vor Ort sind, ist das viel einfacher. Gerade eben hatte ich zwei Gäste, die kurzfristig ein Zimmer gesucht haben. Ihnen konnte ich das Zimmer gleich zeigen, sie haben das Zimmer und den Ausblick gesehen und waren sofort so begeistert, dass sie geblieben sind. Das ist natürlich im direkten Kontakt schon einfacher.

  • Wodurch unterscheidet sich für Sie der Alemannenhof speziell von anderen Hotels allgemein sowie in Titisee?

Wir haben in meinen Augen die beste Lage am Titisee: Wir sind ruhig gelegen, wir haben den See direkt vor der Nase, wir haben keine direkten Nachbarn und haben dadurch einen unglaublichen Ruhepol am See. Ich finde es auch sehr schön, wie viele verschiedene Zimmertypen wir haben. Wir haben große Zimmer, kleine schnucklige Zimmer und auch Familienzimmer. Wir haben uns nicht spezialisiert, sondern wir haben von allem ein bisschen was und bieten so, egal ob man mit der Familie kommt, als Paar reist oder mit Freuden ein Wochenende verbringen möchte, für jeden individuellen Gast das was er sucht und was für ihn passt.

  • Was ist Ihr persönliches Lieblingsarrangement im Alemannenhof?

Das ist das „Alemannenhof-Spezial“, das in meinen Augen die perfekte Kombination aus allem bietet. Man reist an und findet eine Flasche Sekt und Pralinen auf dem Zimmer, das ist doch der perfekte Start für den Urlaub. Bei diesem Arrangement ist das Abendessen mit dabei, darunter einmal ein leckeres Crossover-Menü, bei dem unser Küchenchef Matthias Hering was feines zaubert, und man kann sich aus drei Wellnessmodulen das aussuchen, was für einen am besten passt.

  • Was war Ihre bisher amüsanteste Situation mit einem Gast am Telefon?

Die amüsanteste Situation bisher war ein Telefonat mit einer Braut, bei dem mir fast das Herz stehen geblieben ist, als sie gesagt hat, dass sie ja morgen kommt, 20 Zimmer gebucht hat und ihre Hochzeit feiert. Nach 5 Minuten Rätsel raten haben wir herausgefunden, dass sie in einem anderen Alemannenhof gebucht hat. (lacht)

  • Welchen Geheimtipp für einen erlebnisvollen Urlaubstag legen Sie den Gästen ans Herz?

Mein Geheimtipp, bei dem man leider erstmal auf das Frühstück im Alemannenhof verzichten müsste, ist den Sonnenaufgang an einem Frühlingsmorgen auf dem Feldberg zu erleben. Ich habe das selbst einmal mitgemacht im Rahmen des „Blosmusik Feschtivals“, da waren wir mit 400 Musikern morgens um 4 Uhr auf dem Feldberg und haben das Badnerlied gespielt. Das gibt es übrigens auch auf YouTube zu sehen (siehe unten). Das war unglaublich, es war stockdunkel, als wir angekommen sind und 20 Minuten später standen wir in der Sonne, es war wirklich grandios. Da man wirklich früh aufstehen muss, den Sonnenaufgang zu sehen, reicht es danach noch, im Alemannenhof zu frühstücken. Und anschließend sollte man auf jeden Fall eine der vielen tollen Wanderungen in der Umgebung machen. Man kann zum Beispiel, wenn man auf dem Feldberg bleibt, den Feldberg-Steig von Hütte zu Hütte gehen, auf den Feldbergturm hoch oder wenn es anfängt zu regnen in die Fundorena gehen – der Feldberg bietet wirklich sehr viel. Im Sommer empfiehlt sich aber auch der Schluchsee, der sich für eine Wanderung oder auch einen Badestopp anbietet. Der Schluchsee ist ja deutlich größer als der Titisee und bietet da doch ein paar ruhige Ecken. Was auch sehr schön ist, vor allem im Herbst, ist eine Wanderung von St. Märgen nach St. Peter über den Panoramaweg. Es ist zwar ein bisschen anstrengend, vor allem wenn man ihn auch wieder zurück geht, weil man dann den ganzen Tag braucht, aber es lohnt sich!